Sie ist die wohl am besten erhaltene Maya-Stadt und eines der neuen sieben Weltwunder. Die Stadt hat eine Fläche von 1547 Hektar und zählt somit zu den größten Fundorten in Yucatan. Chichén Itzá galt als das größte Politik- und Handelszentrum der Mayas. Seit 1998 ist es als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Ein Muss auf deiner Reise in Mexiko.

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Anreise

Chichén-Itzá liegt ca. 45 km westlich von Valladolid und ca. 200 km südwestlich von Cancun. Auch von Merida sind es nur ca. 120 km. Somit erreicht man Chichén-Itzá mit fast allen Verkehrsmitteln. Natürlich ist es mit dem Auto am einfachsten und man kann direkt vor dem Eingang auf dem großen Parkplatz für ca. 2 € parken oder man stellt sein Auto vor der Schranke an den Straßenrand. Viele Touristenbusse fahren nach Chichén-Itzá, weswegen es auch einen eigenen Busparkplatz gibt, der anscheinend immer voll ist. Aber auch die ADO Busse bringen dich auf ihrem Weg von Cancun nach Merida zum Eingang von Chichén-Itzá.

Unterkunft – Valladolid AirBnB

Ich hatte eine wirklich tolle Unterkunft in Valladolid für 3 Nächte bei einem sehr netten älteren Ehepaar. Zufällig waren 2 deutsche im anderen Zimmer, sodass wir uns direkt gut verstanden haben. Teresa hat uns jeden früh wirklich tolles Frühstück gemacht und ich habe viele Tipps von den beiden bekommen. Abends hat uns Carlos öfters einen Schnaps ausgegeben und wir saßen im Garten zusammen. Das Zimmer war wirklich toll, alles selber gebaut und schön bunt. Im Garten gab es noch einen kleinen Pool zum erfrischen. Im Haus war immer etwas los, sei es durch die Familie von Carlos und Teresa oder den Gäste. Wirklich toll. Gezahlt habe ich für 3 Nächste inkl. Frühstück 140 €.

Chichén-Itzá

Chichen-Itza

Natürlich durfte auf meiner Reise die weltberühmte Maya-Stadt Chichén-Itzá nicht fehlen. Das denken sich aber auch viele andere Touristen, deswegen solltest du dich auf viele Menschen einstellen. Kleiner Tipp: sei sehr früh direkt zur Öffnung gegen 8 oder 9 Uhr dort, damit du den Touristenmassen am Eingang entgehen kannst. Der Eintritt kostet mittlerweile ca. 22 € (2019 habe ich noch 15 € bezahlt). Hier findest du viele Infos zu Chichén-Itzá und kannst auch deine Tickets online kaufen um am Eingang direkt durch gehen zu können. Im folgenden zeige ich dir die wichtigsten Bauten. Planen für deinen Besuch ca. 3-4 Stunden ein, es gibt jede Menge zu sehen.

El Castillo

Gleich nach dem Eingang kommt man zum wohl bedeutendsten und spektakulärsten Bauwerk in Chichén-Itzá, der Pyramide El Castillo. Die Pyramide ist 30 Meter hoch und hat auf jeder der 4 Seiten Stufen die bis ganz nach oben führen. Sie ist wirklich sehr gut erhalten und bildet den Mittelpunkt des großen Platzes von Chichén-Itzá. Drum herum wurden alle weiteren Bauwerke errichtet.

Templo de los Guerreros – Der Kriegertempel

Hinter der Pyramide befindet sich der Kriegertempel und die Halle der 1000 Säulen. Beide gehen ineinander über und man kann durch die vielen Säulen laufen. Allerdings sind es „nur“ 500 Säulen, diese verbinden verschiedene Ballspielplätze, den Kriegertempel und den Markt. Der Kriegertempel ist 12 Meter hoch und Stufen führen zur oberen Plattform (nicht für Besucher geöffnet). Der Tempel ist wirklich schön verziert mit vielen Elementen.

Juego de pelota – Der große Ballspielplatz

Links neben dem Eingang befindet sich der große Ballspielplatz. Insgesamt hat man in Chichén-Itzá 12 Ballspielplätze gefunden, aber dieser ist mit abstand der größte und beeindruckendste. Das Spielfeld ist 168 m lang und 38 m breit. Beim Ballspiel musste der Ball ohne Hilfe der Hände und Beine gespielt werden, erlaubt waren nur Schultern, Brust und Hüfte. Ziel des Spiels war, den Ball durch einen der beiden an den Reflexwänden angebrachten Ringe zu schießen. Auf jeder Seite des Ballspielplatzes findet man kleine und große Tempel.


Erlebe Chichén-Itzá


Cenote Sagrado – Der heilige „Brunnen“

Ca. 400 Meter links der großen Pyramide findet man die Cenote Sagrado. Die fast kreisrunde Cenote wurde wohl damals als heiliger Brunnen genutzt. Man fand dort viele Fundstücke wie, Gold, Jade oder Schmuckstücke, aber auch Skelette was auf Menschenopfer hindeutet. Oberhalb der Cenote findet man einen kleinen Tempel. Auf dem Weg zur Cenote wirst du an vielen Souvenierständen vorbei kommen um dich mit Erinnerungsstücken einzudecken,

Caracol – Der Schneckenturm

Geht man den Weg rechts der großen Pyramide kommt man zu einer kleinen Ansammlung alter Bauten, darunter auch der Schneckenturm. Dieser ist dort auf jedenfall das Highlight. Unverkennbar durch seinen runden Turm auf der Plattform. Der Turm war damals wahrscheinlich zur Beobachtung von astronomischen Daten gedacht.

Osario – Hohenpriestergrab

Rechts neben dem Haupteingang befindet sich das Hohenpriestergrab. Im Inneren hat man einen tiefen senkrechten Schacht entdeckte, der zu einem unterhalb des Geländeniveaus liegenden Grab in einer natürlichen Höhle führte. Es handelt sich um eine vierseitige Pyramide mit jeweils einer Treppe an jeder Seite. Die Treppen enden unten alle in Schlangenköpfen, das sieht wirklich toll aus.

Casa Colorada – Rotes Haus

Nicht weit vom Hohenspriestergrab entfernt liegt das rote Haus. Es erhielt seinen Namen durch die roten Bemalung in seinem Inneren. Das Gebäude wird auf ca. 850 n. Chr. datiert und zählt zu den ältesten Gebäuden in Chichén Itzá. Oben an Sockel findet man schöne Verzierungen und hinter dem Gebäude befindet sich ein weiterer Ballspielplatz.

Casa Colorada

Las Monjas

Das Gebäude Las Monjas liegt auf einer Plattform, die es mit zahlreichen kleineren Bauten teilt. Das Las Monjas besteht aus verschiedenen Gebäuden, darunter das beeindruckende Nonnenkloster mit seiner Breite von 25 Metern. Das Gebäude scheint aus zwei nicht zusammengehörigen Teilen zu bestehen – aus dem östlichen Teil und einer hohen Plattform mit breiter Treppe von Norden, die zu einem Gebäude im zweiten Stockwerk führt.

Das war nur ein Auszug aus den vielen Gebäuden und Plätzen die man in Chichén Itzá sehen kann. Es gibt noch einige mehr und man kann hier einen schönen Tag verbringen. Außerdem findet man auf dem Gelände auch viele kleine Händler die ihre Tische aufgebaut haben um Souvenirs zu verkaufen.


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