Montenegro

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Das kleine, noch teilweise touristisch-unbekannte, Land neben Kroatien besticht durch seine einmalige Landschaft. Die wunderschöne Adriaküste und im Kontrast dazu die hohen Berge, die sich fast direkt aus dem Meer erheben. Aber auch die Nationalparks und teilweise gigantischen Seen machen Montenegro so abwechslungsreich.

Anreise

Ich bin von Nürnberg über Wien nach Podgorica geflogen. Also… eigentlich. Los ging es um 20 Uhr nach Wien und dort ging es dann um 22:45 Uhr weiter nach Podgorica. Nachdem wir von Wien los geflogen sind, ca. 45 Minuten später (also schon fast in Montenegro), teilte uns allerdings der Pilot mit, das wir in Podgorica nicht landen können und jetzt wieder zurück nach Wien fliegen. Somit landeten wir um Mitternacht wieder in Wien, dort angekommen wurde uns dann mitgeteilt das unser Flug am nächsten Morgen um 7:10 Uhr geht, allerdings haben sie keine freien Hotels, der Flughafen hat schon alles geschlossen und somit mussten wir auf den Bänken im Flughafen schlafen, ohne uns was zum Essen kaufen zu können. Wenigsten gab es Wasser von der Fluggesellschaft. Natürlich konnte niemand am Flughafen richtig schlafen und dementsprechend sahen in der Früh auch alle beim Boarding aus. Mit 9 Stunden Verspätung sind wir dann um 8 Uhr morgens ins Podgorica gelandet. Der Flug ging mit Austrian Airlines und hat mich 230,- € gekostet.

Einreise & Visum

Die Einreise ist ganz einfach, denn du brauchst weder ein Visum, noch musst du vorher irgendetwas ausfüllen. Als deutscher Staatsbürger kannst du ganz einfach mit dem Personalausweis einreisen. Auch am Flughafen musst du nichts ausfüllen, nur durch die Passkontrolle. So schnell war ich noch nie aus einem Flughafen draußen, da ich auch nur mit Handgepäck geflogen bin waren es nur 10 Minuten. Alle weiteren wichtigen Themen zur Einreise findet ihr hier.

Fortbewegung

Mein liebstes Fortbewegungsmittel, das Auto, war auch dieses mal wieder dabei. Ich habe mir für 8 Tage über check24 bei Green Motion einen Kleinwagen gemietet. Dieser hat mich 308 € gekostet und die Spritpreise sind hier auch deutlich günstiger als in Deutschland. Ohne Auto ist es tatsächlich etwas schwerer in Montenegro von A nach B zu kommen. Es fahren auch Busse, wobei das bestimmt kein besonders schönes Erlebnis ist die Serpentinen rauf und runter zu fahren.

Unterkünfte

Ich war in 3 verschiedenen Unterkünften, plus Flughafenhotel vor dem Abflug. Ich bin zuerst an die Adriaküste gefahren und von dort aus dann in 2 Etappen in den Norden, bevor es dann wieder nach Podgorica ging.

Budva – Porta Volta Residence

Das relativ kleine Hotel Porta Volta Residence mit 20 Zimmern liegt etwas außerhalb von Budva am Becici beach. Über eine Brücke direkt vor dem Hotel geht es über die Straße und schon ist man 3 Minuten am Strand. Die Möbel sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen und das Bad auch sehr klein, aber das Zimmer war absolut in Ordnung. Das Frühstück gab es auf der Dachterrasse, leider mit sehr wenig Auswahl, aber man hat was gefunden. Für 3 Nächte hab ich 196 € gezahlt.

Kotor – Garni Hotel Tianis

In Kotor habe ich für 2 Nächste im Garni Hotel Tianis übernachten. Das Hotel ist sehr klein und liegt über einer Pizzeria, aber es war wirklich nicht laut. Das Zimmer war auch nicht das neueste, aber total nett und gemütlich. Das Hotel liegt in sehr zentral und ist in Laufnähe zum Hafen und zur Altstadt. Für die beiden Nächte inkl. Frühstück hab ich 135 € bezahlt. Da es in Kotor echt schwer ist einen Parkplatz zu finden, zumindest zu der Zeit als ich dort war, habe ich mir noch einen Parkplatz vom Hotel geben lassen für 10 € pro Tag.

Nationalpark Durmitor – Durmitor Bungalows

Meine letzte Station vor der Heimreise war der Nationalpark Durmitor im Norden von Montenegro. Hier habe ich in einem süßen Bungalow in den Durmitor Bungalows geschlafen. Total nett eingerichtet und man konnte sich sogar selber Feuer machen. Frühstück habe ich mir selber mitgebracht, aber man hätte auch eins für 6 € dazu buchen können. Die Gastgeberin ist wirklich sehr nett, auch wenn es mit dem englisch etwas schwierig war. Zur Begrüßung hab ich einen Selbstgebrannten bekommen… der hat wirklich gebrannt. Für 2 Nächste habe ich hier 72 € bezahlt ohne Frühstück.


Budva

Budva ist ein relativ beliebter Ort, denn hier ist immer was los und auch das Nachtleben kann sich wohl sehen lassen. Wobei ich es mir nicht angeschaut habe. Ich war dafür in der wunderschönen Altstadt die von einer mächtigen Mauer umgeben ist. Durch verschiedene Tore kannst du die Altstadt mit ihren kleinen, engen Gässchen betreten. Schau dir z.B. die Zitadelle an (Eintritt, 3,50 €), die Holy Trinity Church, die Saint Ivan Chruch oder schlendere durch die Gassen, geh ein bisschen Shoppen und lecker essen. Vor der Stadtmauer kannst du dir noch die Budva Bell, eine rießen Glocke, anschauen und danach an den Klippen zum Budva Dancing Girl schlendern. Von dort hast du einen tollen Blick auf die Altstadt.

Außerhalb der Altstadt ist Budva, meines Erachtens, nicht so sehenswert. Sehr viele Hochhäuser, eine größere Shoppingmall und sonst nicht sehr viel mehr. Trotzdem solltest du dir Budva nicht entgehen lassen, denn neben der Altstadt findest du hier auch traumhafte Strände an denen es sich sehr gut entspannen lässt.

Sveti Stefan

Eines der bekanntesten Bilder von Montenegro stammt aus Sveti Stefan. Vorgelagert im Meer befindet sich die beeindruckende Insel die über einen kleinen Damm erreichbar ist. Allerdings darf man die Insel nicht einfach so betreten, nur im Rahmen einer Tour die 25 € kostet. Aber es gibt viele Aussichtspunkte die dir einen einmaligen Blick ermöglichen. Ansonsten ist Sveti Stefan eher nicht so interessant wie ich finde. Ein kleines Dorf welches sich den Berg hoch schlängelt und auch echt teuer. Den Strand kannst du kostenlos benutzen, willst du allerdings Liegen und einen Sonnenschirm, so musst du mit mindestens 20 € rechnen. Auch ist es gar nicht so einfach mit dem Auto runter zu fahren, denn die Straßen sind eng und meistens parken rechts und links auch noch Autos, das war eine ganz schöne Herausforderung.

Nationalpark Skutarisee

Der Skutarisee ist der größte See der Balkanhalbinsel und wirklich atemberaubend. Der See erstreckt sich über 2 Länder – Montenegro und Albanien – und hat eine Fläche von 370 km². Wunderschöne Seerosen begleiten deine Tour über den See und zu allen Seiten erheben sich die mächtigen Berge. Natürlich wirst du auch einige Tiere, meistens Vögel, sehen. Einfach wunderschön.

Meine Tour habe ich über Get your Guide gebucht. Diese dauerte 6 Stunden und hat 25 € + 4 € Nationalparkgebühr gekostet. Der Preis ist mehr als in Ordnung, denn er beinhaltet auch Getränke inkl. Wein, allerdings hat unser Captain so gut wie nichts gesagt oder erklärt. Das war etwas schade. Wenn ihr Zeit habt macht gerne die 6-Stunden-Tour, aber es würde auch die 3-Stunden-Tour reichen.

Lipa Cave

Die Lipa Caves sind eine der größten Höhlen in Montenegro und beinhalten einige Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagnaten. Im Winter gibt es bis zu 3 unterirdische Wasserfälle, die auch auf dem Gestein ihre Spuren hinterlassen haben. Die Höhle ist schön, allerdings muss ich sagen habe ich mir mehr erwartet. Vor allem für den Eintrittspreis von 12,90 € gab es ziemlich wenige Tropfsteinformationen zu sehen. Was gut ist, man hat einen Guide dabei der auch wirklich viel erklärt. Mit einer Bimmelbahn wird man zum Eingang der Höhle gefahren und dann runter in die kalte Höhle geführt. Und es ist wirklich kalt, deswegen auf jedenfall eine Jacke einpacken und zieht eine lange Hose an. Ich würde schätzen es hatte ca. 10-15 Grad in der Höhle. Die Tour dauert insgesamt 1 Stunde und die Tickets könnt ihr ganz einfach vor Ort kaufen.


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Cetinje

Dem Ort Cetinje konnte ich leider nur einen kurzen Besuch abstatten während ich auf der Durchreise war, aber ich würde sagen es lohnt sich hier ein bisschen länger zu bleiben und den Ort zu erkunden. Ich konnte mir zumindest kurz das Kloster und die kleine Kapelle anschauen und für einen Kaffee hat es auch noch gereicht, den ich mir in der schönen Fußgängerzone genehmigt habe. Habt ihr länger Zeit könnt ihr euch auch den blauen Palast, das Nationalmuseum von Montenegro und das Amphitheater anschauen. Parkplätze gibt es sehr viele und die meisten sind auch kostenlos.

Mausoleum von Petar II Petrovic-Njegos

Das Mausoleum vom Dichterfürsten Petar II liegt im Lovcen Nationalpark und ist das höchste Mausoleum der Welt. Es befindet sich auf dem Berggipfel des Mount Lovcen. Doch nicht nur das Mausoleum ist den Aufstieg wert, sondern auch die atemberaubende Aussicht. Man kann sehr weit hoch mit dem Auto fahren, doch den Rest muss man laufen. Und der Rest sind 460 Stufen die man hochsteigen muss. Das Mausoleum an sich ist ganz nett, wobei es in der Grabstätte sehr schlicht gehalten ist. Aber macht euch die Mühe und steigt die Stufen hoch, ihr werdet nicht enttäuscht. Damit ihr in den Nationalpark rein fahren dürft müsst ihr 2 € bezahlen und für das Mausoleum fallen nochmal 5 € an.

Kotor

Die wunderschöne Buch von Kotor begeistert mit einer atemberaubenden Kulisse. Kreuzfahrtschiffe legen hier regelmäßig an und die Altstadt ist wirklich schön in der man einige Stunden damit verbringen kann durch die kleinen Gassen zu schlendern, Kaffee zu trinken und shoppen zu gehen. Außerdem findet man hier schöne Kirchen und man kann die Stadtmauer ablaufen. Den Hafen sollte man sich auch nicht entgehen lassen mit den vielen Yachten und Booten. Die ganz ambitionierten können den steilen Anstieg zur San Giovanni Burg in Angriff nehmen. Der Eintritt kostet 8 € und der Aufstieg soll echt nicht ohne sein, vor allem bei den heißen Temperaturen. Deswegen habe ich mich dagegen entschieden, bei mir waren es 30 Grad.

Kotor ist allerdings auch sehr überlaufen. Ich hatte das Glück, dass gerade kein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag, sonst wäre man wahrscheinlich durch die Altstadt nicht mehr durch gekommen. Denn auch so waren schon wirklich viele Leute unterwegs. Auch der Verkehr in Kotor ist wirklich die Hölle, deswegen habe ich auch das Auto stehen gelassen und bin alles zu Fuß gelaufen. Aber trotz alldem müsst ihr Kotor unbedingt einen Besuch abstatten.

Kloster Ostrog

Das Kloster Ostrog ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Montenegro. Es ist in den Felsen rein gebaut auf 900 Metern Seehöhe. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk vor allem wenn man im Kloster steht und es nicht einfach runter fällt. Man kann den Körper des heiligen Vasilije von Ostrog besichtigen und wunderschöne Mosaikgemälde an den Felswänden.

Lasst es euch wirklich nicht entgehen, auch wenn die letzten 8 km der Fahrt recht abenteuerlich sind, aber es lohnt sich. Man fährt über Serpentinen weit hoch zum Kloster. Etwas unterhalb des Klosters gibt es einen kostenlosen Parkplatz, den ihr nehmen solltet. Ganz nach oben sollten nur Familien mit Kindern, ältere und kranke Leute die den Aufstieg nicht schaffen. Über einige Treppenstufen geht es dann noch zum Kloster. Oben angekommen weiß man gar nicht wo man zuerst hinschauen soll, zum Kloster oder auf die beeindruckende Aussicht. Das Kloster könnt ihr kostenlos besichtigen und eine Spende da lassen. Zieht euch auch angemessene Kleidung an, sodass eure Schultern und Knie bedeckt sind.

Durmitor Nationalpark

Leider meinte es das Wetter bei meinem Tag im Durmitor Nationalpark nicht gut mit mir, denn es hat ständig geregnet. Die paar regenfreien Stunden habe ich allerdings nutzen können um zumindest ein bisschen was zu sehen.

Der Durmitor Nationalpark liegt im Norden von Montenegro und ihn erreichst du von Kotor aus innerhalb von ca. 2,5 Stunden Autofahrt. Hier findest du eine atemberaubende Landschaft, einen der höchsten Berge Montenegros (Bobotov Kuk, 2.522m), die tiefste Schlucht Europas (Tara) und malerische Seen. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 400 Quadratkilometern und hat viele Wander- und Mountainbikewege die du machen kannst.

Da du hier auf ca. 1.500 m Höhe bist, ist es hier auch deutlich kühler als an der Küste. Deswegen pack dir auch lange Klamotten und Regenbekleidung ein.

Crno jezero, der Schwarze See

Der Crno jezero See ist sehr gut zu erreichen. Kurz vor dem Wanderweg gibt es einen kostenlosen Parkplatz und der Weg zum See ist gepflastert, also für jeden geeignet. 3€ Eintritt musst du allerdings trotzdem zahlen um in den Nationalpark zu dürfen, aber das lohnt sich.

Durdevica-Tara-Brücke und Tara Schlucht

Wer nicht ganz so wanderfreudig ist wie ich, kann trotzdem einen tollen Blick auf die Tara Schlucht werfen. Dafür kannst du zur Durdevica Tara Brücke fahren und hast einen fantastischen Blick auf die Schlucht. Und auch die Brücke selber ist mehr als beeindruckend. 172 Meter hoch ist die Brücke, das heißt du solltest schwindelfrei sein und unter der Brück fliest der Tapa River. An der Brücke wird Zip-Line und Rafting angeboten.

  1. fqm

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