Sal ist bekannt für seine 350 Sonnentage und die Salzseen. Die kleine Insel hat so einiges zu bieten, mit traumhaften Stränden zum relaxen, süßen kleinen Dörfern zum erkunden und natürlich die Salzseen.

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Anreise

Ich bin mit Bestfly von Praia nach Sal geflogen. Bestfly ist die einzige Fluggesellschaft die zwischen den Inseln fliegt. Eure Flüge könnt ihr direkt hier buchen. Für meinen Flug hab ich ca. 80 € bezahlt. Wenn man früh genug bucht kosten sie eigentlich immer um die 80 €, sie werden meist ein paar Tage vorher teurer. Man fliegt dann mit einer kleinen Propeller-Maschine aber bekommt sogar ein Getränk auf der kurzen Strecke. Mein Flug hatte leider 1 Stunde Verspätung, sodass ich erst gegen 21 Uhr im Hotel war. Der Flug dauerte gerade mal 45 Minuten.

Fortbewegung

Ich habe mir für 2 Tage einen Roller gemietet um die Insel zu erkunden. Ich glaube, das ist die einfachste Möglichkeit um von A nach B zu kommen. Für die 2 Tage habe ich 70 € bezahlt. Den Roller habe ich bei Bebe Bech rent Bike & Scooters gemietet und es hat alles problemlos geklappt, sehr netter Service. Man kann natürlich auch ein Taxi nehmen, aber die sind verhältnismäßig teuer, z.B. vom Flughafen nach Santa Maria zahlt man zwischen 15 und 20 Euro und das ist eine Fahrt von 10 Minuten. Wenn man die Insel nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann man natürlich auch eine geführte Tour machen, die werden hier angeboten wie Sand am Meer.

Unterkunft – Hotel Da Luz

Für 5 Nächte hab ich im Hotel Da Luz in Santa Maria übernachtet. Das Hotel ist sehr schön und neu, aber für meinen Geschmack war es mir zu groß. Es gibt einen kleinen Swimmingpool, aber den braucht man nicht wirklich. Der Strand ist ca. 5-10 Gehminuten entfernt, je nachdem an welchen Abschnitt man möchte. Das Frühstück war ok, aber doch sehr abgepackt, sogar das Obst war aus der Dose und nicht frisch. Aber für die 5 Nächte war es absolut ok. Es liegt etwas versetzt in einer hinteren Reihe, sodass es hier sehr ruhig war. Restaurants gibt es massig und sind alle zu Fuß erreichbar.

Tipp

Auf Sal kannst du überall auch mit Euro bezahlen, aber davon würde ich dir wirklich abraten, da sie 1 € = 100 Escudo umrechnen. Allerdings ist der Umrechnungskurs 1 € = 110 Escudo. Deswegen würde ich dir empfehlen in Escudo zu bezahlen.

Santa Maria

Der bekanntest Ort auf der Insel Sal ist Santa Maria ganz im Süden der Insel. Hier zieht es die meisten Touristen hin und somit ist auch der Ort sehr touristisch ausgelegt, was mir ja eigentlich nicht so gefällt, aber der kilometerlange weiße Sandstrand macht das echt wieder wett. Und die Leute hier sind sehr entspannt, ganz nach dem Motto „No Stress“. Um deine Souvenirs zu kaufen bist du hier gold-richtig. Auch mein Koffer hat sich hier gut gefüllt. Ansonsten kann man hier aber nicht sehr viel machen außer relaxen, ein bisschen Wassersport, essen und einkaufen.

Salinas

Ein absolutes Highlight auf Sal sind die Salzseen in einem Vulkankrater. Sie befinden sich östlich der Hauptstadt Espargos und sind auf jedenfall einen Besuch wert, denn man kann sogar in einem der Seen baden. Der hohe Salzgehalt lässt dich dabei auf der Oberfläche treiben. Durch einen Tunnel in der Vulkanwand gelangt man zu den vielen Salzseen die alle einen anderen Salzgehalt haben. Hier wird sogar noch in Handarbeit das Salz abgebaut. Außerdem gibt es ein kleines Restaurant, Duschen und einen Relaxbereich mit Liegen. Nehmt euch auf jedenfall Wechselkleidung mit, wenn ihr denn Salz nicht den ganzen Tag am Bikini haben wollt. Der Eintritt kostet 5 € und die Dusche 1 €, aber das ist es allemal wert. Plant für euren Besuch ca. 1 Stunde ein.

Shark Bay

Nicht weit von den Salinas entfernt befindet sich die Shark Bay, in der ihr kleine Zitronenhaie sehen könnt. Ihr könnt dort ins knietiefe Wasser gehen und um euch rum schwimmen kleine ca. 30 cm große Zitronenhaie. Ein echt tolles Erlebnis. Wer Glück hat sieht sogar weiter draußen auch große Zitronenhaie. Ihr müsst aber unbedingt feste Badeschuhe anziehen. Entweder ihr bringt sie mit oder ihr könnt euch auch direkt vor Ort welche für 3 € leihen. Der Weg dort hin ist etwas beschwerlich, da es keine Straße gibt, nur Sandwege. Aber ich habe es mit dem Roller geschafft und auch die Taxis bringen euch dort hin.


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Shell Cemetery Beach

Nur einen Katzensprung von Santa Maria entfernt befindet sich der Shell Cemetery Beach. Der ganze Strand ist voller Muscheln, die zwar alle kaputt sind, aber es sieht trotzdem echt schön aus. Und man hat einen tollen Fotospot. Von Santa Maria aus kann man auch einfach dort hin laufen indem man den Ort Richtung Osten verlässt, dann kann man den Strand nicht übersehen.

Palmeira

Das kleine Fischerdorf im Nordwesten von Sal gelegen welches den einzigen Hafen der Insel hat. Das Örtchen ist relativ unspecktakulär, aber wenn man ein bisschen durch die Straßen schlendert entdeckt man tolle Streetart Gemälde an einigen Häusern. Und natürlich müsst ihr euch dem Hafen einen Besuch abstatten. Hier könnt ihr Fischern zuschauen wie sie den frisch gefangenen Fisch nach Hause bringen.

Buracona – Blue Eye

Ca. 8 km von Palmeira entfernt befindet sich das Blue Eye. Hierbei handelt es sich um eine Höhle mit Meerwasser und wenn von oben durch ein Loch die Sonne rein scheint sieht es aus wie ein blaues Auge. Leider gab es bei mir keinen Sonnenschein, so dass ich nur das „Loch“ sehen konnte. Aber die beste Zeit um das blaue Auge zu sehen ist zwischen 10:30 und 13:00 Uhr. Außerdem gibt es hier noch einen Naturpool in dem man schwimmen kann, wenn es die Verhältnisse zulassen. Auch ein Restaurant ist vor Ort und Fotos von euch könnt ihr auch machen lassen. Der Eintritt kostet 3€. Es ist schon sehr touristisch ausgelegt, aber für 3€ ist es ok. Der Weg dort hin ist etwas beschwerlich, da es keine Straße gibt, sondern nur Sand und Steine, aber es ist machbar wenn man langsam fährt.

Kite Beach

Der Kite Beach ist nicht weit von Santa Maria entfernt und über eine relativ gut ausgebaute „Sandstraße“ zu erreichen. Hier finden normalerweise auch die Weltmeisterschaften im Kitsurfen statt. Der Strand ist wirklich schön, auch wenn man nicht Kitesurft kann man ihnen dabei zusehen. Auch eine Kiteschule befindet sich direkt vor Ort, wer es einmal ausprobieren möchte. Leider war ich relativ spät vor Ort und das Wetter war nicht so super, darum konnte ich nur einen Kitesurfer beobachten.

Salinas Santa Maria

Da ich eh gerade in der Gegend war hab ich nach dem Kite Beach noch einen Abstecher zu den Salinas von Santa Maria gemacht. Diese befinden sich direkt neben dem Kite Beach, sind aber nicht so beeindruckend wie die Salinas im Norden von Sal. Doch anscheinend wird hier auch immer noch Salz abgebaut, das lassen zumindest die Salzhaufen vermuten und ein paar Männer waren auch vor Ort und haben gearbeitet. Ist kein Muss sich die Salinas anzuschauen, aber schadet auch nicht mal vorbei zu schauen wenn man schon in der Nähe ist. Kostet auch keinen Eintritt.


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