Santo Antao – Insel der Berge, der Winde und des Wassers


Santo Antao ist die zweitgrößte Insel der Kap Verden und nur über Sao Vicente mit der Fähre erreichbar. Ich habe einen Tagesausflug auf die Insel gemacht, doch ein Tag reicht fast nicht aus. Die Mitte der Insel wird von einer 1000 Meter hohen Bergkette besiedelt und an der Küsten peitscht das Meer an die Steilwände. Kleine Örtchen geben der Insel ihren Charme.

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Anreise

Ich bin mit der Fähre von Sao Vicente nach Santo Antao gefahren. 2x pro Tag geht eine Fähre zur Nachbarinsel, um 7 Uhr und 14 Uhr. Ich hab natürlich die Fähre um 7 Uhr genommen. Zurück ging es dann mit der Fähre um 16 Uhr von Santo Antao nach Sao Vicente. Ich habe meinen Mietwagen auf die Fähre mitgenommen, damit ich in Santo Antao mobil bin, was auch super geklappt hat. Mit Auto muss man 1 Stunde vor Abfahrt dort sein und kann dann auch direkt in die Fähre rein fahren. Für hin und zurück habe ich ca. 65 € bezahlt und das ist es allemal wert. Wer ohne Auto auf die Fähre möchte zahlt für hin und zurück 16 €. Tickets für die Fähre könnt ihr direkt hier online kaufen und müsst euch dann nur noch am Fährhafen das Ticket ausdrucken lassen.

Fortbewegung

Da ich mit dem Mietwagen auf die Insel gekommen bin, war es relativ einfach von A nach B zu kommen, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Straßen komplett Kopfsteinpflaster sind und teilweise ziemlich steil und schmal. Aber es ist machbar, wenn auch mit etwas „Angst“-Schweiß. Man kann aber natürlich auch an einer geführten Tour teilnehmen und sich die schönsten Orte zeigen lassen. Dazu gibt es viele Anbieter, die ihr am Besten direkt bei euch im Hotel bucht, die kennen sich da wirklich am Besten aus, bevor man versucht irgendwas im Internet zu finden.

Porto Novo

In Porto Novo kommst du mit der Fähre an und wirst wahrscheinlich erstmal ein bisschen den Ort erkunden bevor es dann auf die lange Fahrt rund um die Insel geht. Sehr viel sehenswertes gibt es hier allerdings nicht. Wenn du Glück hast gibt es den Markt auf den du gehen kannst oder du schlenderst ein bisschen durch die Straßen und entdeckst schöne Streetarts. Sehr gute Restaurants wirst du hier auch finden und auch an den Stadtstrand kannst du gehen.

Leuchtturm – Farol de Fontes Pereira de Melo

Im Osten der Insel befindet sich der Leuchtturm Farol de Fontes Pereira de Melo. Er steht auf einem rießen Felsen über dem Meer. Dort kann man auch hoch laufen und den Leuchtturm besichtigen. Leider hat es bei mir geregnet und ich habe nur von unten ein Foto gemacht, aber ich denke die Aussicht dort oben ist wirklich spektakulär. Der Leuchtturm wurde 1886 zu Ehren des Primeministers Fontes Pereira de Melo gebaut.

Synagoge Ruine

Kurz nach dem Ort Sinagoga im Nordosten der Insel befinden sich die Ruinen einer alten Synagoge, schön gelegen auf einem Felsvorsprung im Meer. Die Ruine kann man kostenlos besichtigen und den tollen Ausblick genießen. Daneben befindet sich auch ein Restaurant, schön an den Felsen dran gebaut mit einem tollen Ausblick. Leider war es nicht geöffnet als ich dort war.

Ribeira Grande

Die kleine Hauptstadt der Insel befindet sich ganz im Norden. Es gibt hier zwar wirklich nicht viel zu sehen, aber trotzdem sollte man sich für einen Kaffee ein bisschen Zeit nehmen und das quirlige Treiben beobachten. Danach kann man sich noch die Kirche anschauen und ein bisschen durch die Straßen spazieren. Mehr ist hier nicht los, aber der kleine Ort hat einen ganz eigenen Charme.


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Ponta do Sol

Ponta do Sol liegt ganz im Norden der Insel und nicht weit von Ribeira Grande entfernt. Es liegt auf einer Landzunge und ist umgeben von Meer auf der einen Seite und auf der anderen Seite von steilen Bergen. Der Kontrast ist wirklich beeindruckend und in den Bergen hängen sehr tief die Wolken. Es gibt einen sehr schönen öffentlichen Platz und am Meer konnte ich einige Leute beim Kartenspielen beobachten. Der Ort wirkt sehr gemütlich und einladend.

Über den Wolken

Wenn ihr von Ponta do Sol über die Berge in den Süden nach Porto Novo fahrt werdet ihr ein einmaliges Erlebnis haben – wenn es bewölkt ist. Von Ponta do Sol führt eine kleine Kopfsteinpflasterstraße hoch in die Berge. Viele Serpentinen schlängeln sich den Berg hoch und wenn es bewölkt ist fährt man erstmal durch eine dicken Wolkendecke und man sieht so gut wie nichts. Echt ein Abenteuer und man hofft jeden Meter, dass man überhaupt oben ankommt. Aber wenn man dann oben aus der Wolkendecke raus fährt werden ihr einen einmaligen Ausblick haben, auf der einen Seite auf die Wolkendecke und auf der anderen Seite auf Porto Novo bis nach Sao Vicente. Also der steile Aufstieg lohnt sich.

Cova de Paúl

Ganz oben am Kipfel könnt ihr den Cova de Paúl, einen Vulkankrater sehen. Wenn ihr Zeit hat, könnt ihr auch in den Krater rein laufen, doch auch von außen sieht er wirklich beeindruckend aus. Die Wolken ziehen über die spitzen Kraterränder und es herrscht eine sehr beruhigende Stille. Es ist ein sehr entspannter Ort an dem man gut ein bisschen Zeit verbringen kann.

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